Portrait

Vom Gotthard-Pass geprägt

Der Kampf um die winterliche Erschliessung des Gotthardpasses, dem wichtigen Übergang ins südliche Tessin, bildete den Hintergrund für einen Gastwirtschaftsbetrieb mit einem kleinen Fuhrunternehmen.

Entwicklung von Pferd zu LKW

Vier Pferde standen im Stall Mattli bereit, um im Gebiet rund um Wassen unter härtesten Bedingungen Granitsteintransporte für Bahn- und Kraftwerksbauten auszuführen. Die Strapazen, welche Mensch und Tier auf sich nahmen, um bei jeder Witterung, in Regen, Schnee und Eis die gefährlich steilen Strecken von den Steinbrüchen zu den hochgelegenen Baustellen bewältigen zu können, sind heute kaum vorstellbar. 1931 wurde zusätzlich zu den Pferden ein erster Lastwagen angeschafft. Nur langsam ging es aufwärts; die Kriegszeit wurde mit Taxifahrten überbrückt. 1944 mussten sogar Traktoren herangezogen werden. Aufgrund des damaligen Futtermangels war ein Zurückgreifen auf Pferde nicht möglich. 1945 gründete dann Otto Mattli sel. seine eigene Transportfirma und in den Jahren 1948 und 1949 wurde endgültig auf den Nutzfahrzeug-Transport umgestellt. Pferde und Traktoren zählten fortan zur Geschichte.

Gewaltige Bauaufgaben

Fahrzeugpark 1974

Fahrzeugpark 1974

Die rasante Industrialisierung in der Schweiz mit ihrem stetig steigenden Bedarf an elektrischer Energie führte in den 50er-Jahren zu einem raschen Ausbau der Wasserkraftwerke. In vielen Alpentälern wurden Staudämme gebaut. Diese Entwicklung brachte Otto Mattli sel. Arbeit und Verdienst ein. Mitte der 60er-Jahre wurde der Bau der Autobahn N2 und des Gotthard-Strassentunnels in Angriff genommen. Diese wichtige Nord-Süd-Verbindung musste an die Erfordernisse des 20. Jahrhunderts mit seinem internationalen Güter- und Personenwagenverkehr angepasst werden. Zusätzlich zum kontinuierlichen Ausbau der Fahrzeugflotte etablierte sich die Firma Mattli auch als Betonlieferant. 1978 konnte die eigene Betonanlage in Wassen in Betrieb genommen werden.

Übergabe an die Nachkommen

Firmengründer Otto Mattli

Firmengründer Otto Mattli

Im Jahre 1981 übergab Otto Mattli sel. die Verantwortung an seine beiden Söhne Peter und Ruedi. Nach seiner Wahl in den Urner Regierungsrat musste Peter Mattli jedoch kürzer treten und Ruedi Mattli führte fortan die operativen Geschäfte erfolgreich weiter. Seit dem Jahre 2004 führt nun Pascal Mattli in der dritten Generation die Betriebe, wobei Ruedi Mattli als Verwaltungsratspräsident seine langjährige und grosse Erfahrung nach wie vor in die Unternehmungen einbringt.

Zurzeit werden in der Mattli-Gruppe etwas mehr als 30 Personen in den eigenen Betrieben beschäftigt. Das heutige Tätigkeitsgebiet ist vielseitig und anspruchsvoll. Es umfasst:

  • Baustellentransporte
  • Materialverkauf (Sand, Kies, Steine, Beton)
  • Betonproduktion
  • Betonpumpen
  • Entsorgung, Deponierung und Recycling von Material
  • Personentransporte
  • Schneeräumung
  • Shell-Tankstelle

Die Firma Mattli besitzt einen modernen Fuhrpark mit 2-, 4- und 5- Achs Fahrzeugen. Fahrmischer, Kipperfahrzeuge, Hakengeräte und ein Welaki-Fahrzeug gehören zum Fahrzeugpark. Ergänzt wird unser Fuhrpark durch fünf Postautos sowie Spezialfahrzeuge. Hier stehen auch ein Pneulader, Raupen- sowie Mobilbagger, Schneepflüge und Salzstreuer sowie Schneefräsen in unseren Diensten.